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Schüler des Paul-Spiegel-Berufskollegs absolviert Auslandspraktikum in Mexiko
Ich heiße Lukas Berger, bin Schüler der Stufe der Jahrgangsstufe 12 des Wirtschaftsgymnasiums am Paul-Spiegel-Berufskolleg in Warendorf und sammle gerade viele neue Erfahrungen in meinem vierwöchigen Auslandspraktikum, welches ich bei „ICMOSA“ in Mexiko absolviere.
ICMOSA ist eine Abkürzung und bedeutet „Industrias Citricolares de Montemorelos, S.A. de CV“. Das Unternehmen hat sich auf die Weiterverarbeitung von Zitrusfrüchten spezialisiert. Die Früchte werden zum größten Teil bei den Besitzern der Ranches in der Umgebung eingekauft. Wenn allerdings gerade keine Erntezeit ist, werden auch Früchte aus dem Süden Mexikos geordert.
ICMOSA gehört zu DelMonte Foods, einem vor allem in Nord- und Südamerika operierenden Unternehmen mit Hauptsitz in San Francisco, welches Lebensmittel verkauft. Daher wird jegliche Produktion an DelMonte exportiert.
Wie der Name schon beinhaltet, hat ICMOSA seinen Hauptsitz in Montemorelos, welches auch die „Hauptstadt der Orangen“ genannt wird, weil dort, wie es heißt, die besten Orangen der Welt wachsen, da der Boden besonders gut für Zitrusfrüchte geeignet sei. Die Stadt, nicht größer als Warendorf, im Norden des Landes in der Nähe der Großstadt Monterrey, konnte damit einen nationalen bis internationalen Bekanntheitsgrad erlangen.
Durch ein Austauschjahr, das ich in Montemorelos absolviert habe, bin ich auf ICMOSA aufmerksam geworden. Für mich war das Praktikum die Chance, noch einmal nach Mexiko zurückzukehren. Es war die Möglichkeit, meine Gastfamilie, welche mich mit offenen Armen empfangen hat, wiederzusehen und auch Freunde wiederzutreffen und gleichzeitig die Zeit sinnvoll zu nutzen.
In der ersten Woche durfte ich in der Einkaufsabteilung der Firma hospitieren, auch schon selbst Aufträge erteilen und in das Computersystem des Unternehmens eintragen. Derzeit bin ich bei den sonstigen Einkäufen, also allem, was das Unternehmen sonst noch benötigt, tätig.
Ich konnte also schon viele Dinge lernen und verstehe den Prozess des Einkaufes immer besser.
Im Büro herrscht ein sehr angenehmes Arbeitsklima, es wird viel gelacht und man kann gut miteinander kommunizieren.
Das Leben in Mexiko ist anders als in Deutschland. Der Unterschied zwischen arm und reich ist groß, dennoch finde ich es immer wieder bemerkenswert, wie fröhlich die Menschen ihr Leben gestalten und dass sie trotz des Elends das Vertrauen zu Gott nicht verlieren. Die Menschen hier sind warm- und offenherzig, das macht das Land so attraktiv und liebenswert für mich.
Das Familienleben in Mexiko ist sehr ausgeprägt. Die Familie hat einen sehr hohen Stellenwert, die Söhne und Töchter leben in der Regel nicht sehr weit entfernt vom Elternhaus, um jederzeit ihre Eltern besuchen zu können. Es ist sehr beliebt, sich mit der ganzen Familie am Wochenende im Elternhaus zu treffen und zum Beispiel zu grillen. Alles in allem glaube ich, dass das Praktikum in Mexiko, ebenso wie die Erfahrung, eine neue Kultur kennengelernt und gelebt zu haben, mir in meinem weiteren Leben helfen wird.

Von links nach rechts: Lukas Berger (zweiter von rechts) mit seinen Kollegen in Mexiko:
Arnulfo Rodrigue (ganz rechts), José Gomez (2. von links) und Alberto Gallardo (ganz links).
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