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Schüler des Paul-Spiegel-Berufskolleg absolviert Auslandspraktikum in einem Textilunternehmen in der Türkei
Mein Name ist Selim Bozkurt, ich bin 17 Jahre alt und wohne in Telgte. Ich besuche das Paul-Spiegel-Berufskolleg in Warendorf und gehe dort in die 12. Klasse des Wirtschaftsgymnasiums.
Mein dreiwöchiges Schulpraktikum habe ich im Ausland bei einem großen Textilproduzenten in Bursa, in der Türkei absolviert. Ich habe mir die Türkei ausgesucht, da ich türkischer Herkunft bin. Mein Wunsch war es durch meinen Aufenthalt eine Verbesserungen meiner schriftlichen und mündlichen Fertigkeiten im Bereich des Türkischen zu erreichen und einen Einblick in ein erfolgreiches ausländisches Unternehmen zu bekommen.
Ich habe an dem Mobinardo-Programm der EU-Geschäftsstelle Wirtschaft und Berufsbildung der Bezirksregierung Münster teilgenommen und dadurch ein Leonardo da Vinci-Stipendium erhalten, wodurch mein Auslandsaufenthalt großzügig teilfinanziert wurde.
Das Unternehmen, in dem ich mein Praktikum absolviert habe, liegt in einem der insgesamt zwölf Industriegebiete in Bursa, produziert Heimtextilien und verkauft diese an Großhändler, die diese Produkte dann an Einzelhändler verkaufen.
Mein beruflicher Alltag verlief an jeden Tag interessant, da ich in der Zeit meines Praktikums drei verschiedene Abteilungen durchlaufen habe. Die erste Woche habe ich in der Produktion, die zweite Woche in der Konfektion und die dritte Woche in der Exportabteilung verbracht und mein Arbeitsplatz sah somit auch immer anders aus.
Das Unternehmen arbeitet sehr umweltbewusst. Regenwasser wird gefiltert und erneuerbare Energien werden genutzt.
Ich habe sehr gute Einblicke in die Arbeitsprozesse des Unternehmens bekommen und bin darüber auch sehr froh, da nicht jeder die Möglichkeit dazu bekommt.
Das (Arbeits-)Leben in der Türkei ist nicht wie in Deutschland, da hier andere Kulturen und Gewohnheiten herrschen, welche ich sehr interessant finde. Unter anderem treffen sich die Arbeitskollegen oft nach einem langen Arbeitstag noch abends und lassen ihren Arbeitstag schön enden. Außerdem sind die Einkaufszentren auch bis spät abends noch sehr gut besucht. Dies hat mir sehr gut gefallen, da in Deutschland der Großteil nach der Arbeit nach Hause fährt und die Straßen so gut wie leer sind. Ich habe das positive Gefühl bekommen, dass die Uhr in der Türkei etwas anders läuft.
Ich bin davon überzeugt, dass dieses Praktikum eine sehr vorteilhafte Erfahrung war und in meinem späteren Leben sicherlich noch von Nutzen sein wird.

Selim Bozkurt (links) mit Emin Yaşar Güven
(Geschäftsführer) und seiner Ehefrau Filiz Banu Güven (Geschäftsführerin).
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