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Unterricht
Die Schüler im Berufsfeld Fleischer
Von Alters her steht das Fleischerhandwerk für qualitativ hochwertige Fleisch- und Wurstwaren. Wer sich heute entschließt, eine Ausbildung als Fleischer/in zu beginnen, entscheidet sich für einen gleichermaßen modernen wie traditionellen Ernährungsberuf.
Die Schüler, die diesen Ausbildungsberuf derzeit durchlaufen, kommen aus sehr unterschiedlichen Schulformen. Überwiegend handelt es sich um Hauptschüler, vereinzelt auch um Realschüler im Alter von 16 – 17 Jahren. Weibliche Auszubildende sind in den letzten Jahren immer wieder anzutreffen, sind jedoch noch in der Minderzahl. Häufig handelt es sich inzwischen bei den männlichen Auszubildenden um Schüler mit Sprachproblemen, denn häufig sind sie selbst oder ihre Eltern nach Deutschland eingewandert oder übergesiedelt.
Ebenso ist zu beobachten, dass die Eltern der Schüler ebenfalls in einem Nahrungsmittel erzeugenden Betrieb (Fleischerei oder einschlägiger Industriebetrieb) tätig sind, oder die Auszubildenden haben während ihrer Schulzeit in einem solchen Betrieb ein Praktikum absolviert. Andere haben nach Beendigung der Schulzeit keinen anderen Ausbildungsplatz in einem anderen Berufsfeld erhalten.
Eingangsvoraussetzungen für den Beruf des Fleischers
Für die Ausbildung zur Fleischerin oder Fleischer ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Die Lehre erfolgt nach dem dualen Prinzip, d.h. neben der Arbeit im Betrieb besucht der oder die Auszubildende die Berufsschule.
Die Ausbildung zum Fleischer bzw. zur Fleischerin erfolgt am Berufskolleg Warendorf in einer Fachklasse, die alle Schüler des Kreises Warendorf, deren Ausbildungsbetriebe innerhalb der Kreisgrenze liegen, beschult.
Ausbildungszeiten
- 3 Jahre: Auszubildende ohne Schulabschluss oder mit dem Sekundarabschluss I - Haupt- oder Realschulabschluss
- 2 ½ Jahre: wenn Auszubildende eine mindestens „gute“ Zwischenprüfung abgelegt haben und in der Berufsschule überdurchschnittliche Leistungen erbringen
- 2 Jahre: wenn Auszubildende das Abitur erworben, Umschüler/-innen oder andere Auszubildende bereits eine andere Berufsausbildung abgeschlossen haben oder Berufsfachschüler mit beruflicher Grundbildung in Ernährung und Hauswirtschaft.
Formale Einordnung gemäß APO-BK
Seit dem 1. August 2005 gibt es für die Fleischerausbildung eine neue Ausbildungsordnung. Dementsprechend hat sich der Lehrplan für diese Fachklassen verändert.
Mit Beginn des Schuljahres 2005/2006 sind die berufsbezogenen Lernbereiche neu gegliedert. In den verschiedenen Lernfeldern werden die Lernbereiche
- Betriebsorganisation und Vermarktung
- Fleischgewinnung
- Fleischverarbeitung
erteilt.
Die berufsübergreifenden Lernbereiche und die Fächer des Differenzierungsbereiches werden im ersten und zweiten Ausbildungsjahr angeboten sind dies:
- Deutsch/Kommunikation
- Religionslehre
- Sport und Gesundheitsförderung
- Politik/Gesellschaftslehre
Im Differenzierungsbereich
- Datenverarbeitung
- Englisch nach Wahl (Angebot der Schule)
Im zweiten Ausbildungsjahr haben die Auszubildenden die theoretische als auch eine praktische Zwischenprüfung abzulegen. Innerhalb der Fleischerausbildung hat der Auszubildende zwei Wahlqualifikationseinheiten zu wählen: Schlachten, Herstellen besonderer Fleisch- und Wurstwaren, Herstellen von Gerichten, Veranstaltungsservice, Kundenberatung und Verkauf und Verpacken von Produkten. Den Abschluss der Ausbildung stellt die theoretische und praktische Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer dar.
Organisatorische Struktur des Bildungsganges
Der Unterricht erfolgt währende der Ausbildungszeit, wie im dualen Ausbildungssystem vorgesehen, begleitend zur praktischen Ausbildung im Betrieb. Im 1. und 2. Ausbildungsjahr sind momentan zwei Berufsschultage vorgesehen, während im 3. Ausbildungsjahr derzeit nur einmal pro Woche Unterricht erteilt wird. Der Unterricht an unserer Schule beginnt um 7:50 Uhr und wird in Doppelstunden á 90 Minuten erteilt, zwischen denen jeweils 15 Minuten Pause liegen.
Auf Grund der geringen Anzahl an Schülern, die diesen Beruf zur Zeit erlernen und der daraus resultierenden kleinen Fachklassen in den drei Jahrgangsstufen, werden seit dem Schuljahr 2003/2004 die Klassen in verschiedenen Fächern zusammengelegt. In den Schwerpunktfächern werden die Oberstufenschüler mit den Mittelstufenschülern, in den Berufsübergreifenden Fächern Religion, Sport, Politik und Deutsch werden die Mittelstufenschüler mit den Unterstufenschülern zusammengefasst. Dieser Unterricht erfolgt vierzehntägig.
Lernfeldzeitplanung der Fleischer für die 3 Jahre
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