|
Europa im Klassenraum – Schüler des Berufskollegs Warendorf verhandeln mögliche EU-Beitritte in einem Planspiel

Ganz im Zeichen der Europaschule stand das Planspiel zu der Thematik: „Welche Erweiterungsmöglichkeiten hat die Europäische Union?“ Mit dieser Fragestellung beschäftigten sich Schüler der Jahrgangsstufe 12 der Gymnasialen Oberstufe des Berufskollegs Warendorf. Unter der Leitung von drei freien Referenten der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), Dr. Holger-Michael Arndt vom Team „Europe“ der Europäischen Kommission, Marlene Küster, Bildungsreferentin der Stiftung und Markus Häßelbarth als Vertreter der KAS, spielten die Schüler Beitrittsverhandlungen der EU mit der Türkei, und anderen europäischen Staaten durch. Dabei wurden in Anlehnung an die europäischen Institutionen unterschiedliche Gruppen gebildet, wie z.B. der Ministerrat, das Europäische Parlament und die Europäische Kommission. Zudem sorgte eine Pressegruppe für den Informationsaustausch zwischen den Gremien.
Im Verlauf des Planspiels mussten die Beitrittskandidaten zunächst ihr Beitrittsgesuch formulieren und dann ihren Beitrittswunsch vor den unterschiedlichen Institutionen vorbringen. Hart diskutiert wurden vor allem Fragen nach der Umsetzung von Menschenrechten in den jeweiligen Staaten und wirtschaftliche Vorteile, die durch die einzelnen Beitritte für die Europäische Union entstehen würden. Gerade hierbei war zu erkennen, wie stark sich die Schüler in ihre Rollen hineinversetzt hatten.
„Ein Planspiel gibt den Schülern die Möglichkeit als mündige Staatsbürger und Europäer das im Unterricht erlernte Wissen anzuwenden und so Europa praktisch zu erfahren“, erklären die beiden Politiklehrer Sabine Laarmann und Matthias Ackermann. Dementsprechend wird auch im nächsten Jahr das Planspiel zum aktiven Erleben von Politik und Gesellschaft am Berufskolleg Warendorf angeboten werden. |