Chemiekurs des Wirtschaftsgymnasiums braut Bier im Chemieunterricht

„Wir brauen Bier in der Schule.“ Wer das hört, fragt sicher zweimal nach. Wer aber vor ein paar Wochen in den Chemieräumen des Paul-Spiegel Berufskollegs unterwegs war, hat genau das zu sehen bekommen. Denn dort hatte der Chemiekurs der Elferklassen der gymnasialen Oberstufe des Paul–Spiegel–Berufskollegs  sich an einem Projekttag mit der Herstellung von Bier beschäftigt. Unter der Leitung von Chemielehrerin Heike Fortmann sowie ihrem Mann Martin Fortmann und Markus Kleykamp wurde schon zum zweiten Mal der Gerstensaft gebraut.

Dabei hatte man sich für ein Weizenbier und ein dunkles Klosterbier entschieden. Die Schüler konnten mithilfe der beiden Hobbybierbrauer das Bier selber ansetzen und staunten nicht schlecht, als sie sahen, wie viel Weizen man für circa 20 Liter Bier einkochen musste, was man maischen nennt.

Bei dem Anblick des nicht sehr appetitlich aussehenden und riechenden Breis, bezweifelten manche Schüler schon, ob daraus wirklich mal trinkbares Bier entstehen sollte. Die Zeiten, als die sogenannte Maische kochen musste, wurden mit Referaten gefüllt. „Dabei war auch die Wirkung von Alkohol ein Thema, um deutlich zu machen, dass der Umgang mit Alkohol immer verantwortungsvoll sein muss“, erklärt Heike Fortmann.
Um das erlangte Wissen fest zu halten, gab es für die Schüler die Aufgabe ein Bierkreuzworträtsel zu lösen. Dabei waren unter anderem verschiedene Biersorten gesucht sowie Fachbegriffe wie „Malz“ und „maischen“. Mit dem Reinigen der Flaschen endete der gelungene Projekttag gegen Nachmittag. Nach sechs Wochen trafen sich jetzt alle zum Probieren zu einem außerschulischen Kurstreffen und stellten fest, dass das Bier hervorragend schmeckte.

 Ganz konzentriert arbeiten Theresa Heseker (re) und Mona Krapohl an dem Herstellen von „Maische“.

Berufskolleg Warendorf